Einkauf & LieferantenPreisverhandlung

Preisverhandlung mit Lieferanten – sachlich verhandeln statt feilschen

Ihr Lieferant hat ein Angebot geschickt, aber der Preis ist zu hoch. Diese Vorlage formuliert eine professionelle Preisverhandlung – mit Argumenten, Zielpreis und Verhandlungsbereitschaft.

MaschinenbauAnlagenbauElektrotechnikTechnischer Großhandel

Wann brauchen Sie diese Vorlage?

Das Angebot vom Lieferanten liegt auf dem Tisch. Qualität passt, Lieferzeit passt – aber der Preis ist 15 % über Budget. Oder die jährliche Preiserhöhung kommt rein, und Sie müssen entscheiden: Akzeptieren, verhandeln oder wechseln?

Die meisten Einkäufer greifen zum Telefon. Aber was dann gesagt wird, ist selten gut vorbereitet. „Können Sie noch was am Preis machen?“ ist keine Verhandlung, das ist Betteln. Und „Ihr Wettbewerber ist 20 % billiger“ ist oft gelogen und schadet der Beziehung, wenn der Lieferant es durchschaut.

Eine gute Preisverhandlung braucht drei Dinge: ein konkretes Ziel (welchen Preis wollen Sie?), eine sachliche Begründung (warum ist der aktuelle Preis zu hoch?) und ein Signal der Zusammenarbeit (Sie wollen die Beziehung fortsetzen, nicht den Lieferanten wechseln). Per E-Mail hat das den Vorteil, dass beide Seiten in Ruhe nachdenken können – statt am Telefon unter Druck Zusagen zu machen.

Diese Vorlage generiert eine professionelle Verhandlungs-Mail: Ihre Preisvorstellung, Ihre Begründung und ein klarer Vorschlag, wie Sie gemeinsam eine Lösung finden.

Der Unterschied

Ohne und mit Struktora – gleiches Thema, komplett anderes Ergebnis.

Ohne Struktora
Hallo Herr Yilmaz, Ihr Angebot ist leider zu teuer. Können Sie am Preis noch was machen? Wir haben auch andere Angebote vorliegen. Grüße Einkauf
  • Kein konkreter Zielpreis – der Lieferant rät, wie viel Nachlass Sie wollen
  • „Können Sie noch was machen“ – klingt nach Betteln, nicht nach Verhandeln
  • „Andere Angebote“ ohne Substanz – leere Drohung
  • Keine Begründung, warum der Preis zu hoch ist
  • Kein Signal, dass Sie die Beziehung schätzen
Mit Struktora
Sehr geehrter Herr Yilmaz, vielen Dank für Ihr Angebot AG-2026-0445 über die Drehteile DT-Serie (3.200 Stk./Jahr, Rahmenvertrag 12 Monate). Ich habe mir die Kalkulation angesehen. Die Qualität Ihrer Teile ist sehr gut – das ist auch der Grund, warum wir seit 4 Jahren mit Ihnen zusammenarbeiten und das gerne fortsetzen möchten. Beim Preis sehe ich allerdings Gesprächsbedarf. Ihr Angebot liegt bei 4,20 € pro Stück. Unsere Zielkalkulation für dieses Projekt liegt bei 3,70 € – das ist der Preis, den wir für eine wirtschaftliche Fertigung unserer Baugruppe brauchen. Mein Vorschlag: Lassen Sie uns schauen, ob wir gemeinsam auf den Zielpreis kommen. Mögliche Hebel aus unserer Sicht: – Erhöhung der Jahresmenge von 3.200 auf 4.000 Stück – Verlängerung des Rahmenvertrags auf 24 Monate – Anpassung der Lieferintervalle von monatlich auf quartalsweise Wären Sie offen für ein kurzes Gespräch nächste Woche, um die Optionen durchzugehen? Ich bin Dienstag und Donnerstag ab 10 Uhr verfügbar. Mit freundlichen Grüßen Sabine Keller Einkauf +49 7121 3320-25
  • Konkreter Zielpreis: 3,70 € statt vage „zu teuer“
  • Wertschätzung der bestehenden Zusammenarbeit (4 Jahre, Qualität)
  • Eigene Gegenleistungen angeboten: Mehr Menge, längere Laufzeit, andere Intervalle
  • Gesprächsangebot statt Ultimatum – partnerschaftlicher Ton
  • Begründung: „Wirtschaftliche Fertigung unserer Baugruppe“ – sachlich, nicht emotional

Gleicher Zeitaufwand. Komplett anderes Ergebnis.

So sieht das in Struktora aus

Fünf Felder ausfüllen. Ergebnis kopieren. Fertig.

app.struktora.de
VorlagenEinkauf & LieferantenPreisverhandlung
Eingabe
Lieferant/Angebot: Herr Yilmaz, Fa. Yilmaz Drehtechnik, Angebot AG-2026-0445
Artikel/Menge: Drehteile DT-Serie, 3.200 Stk./Jahr, Rahmenvertrag 12 Monate
Preis-Situation: Angebot 4,20 €/Stk., Zielpreis 3,70 €. Zusammenarbeit seit 4 Jahren, Qualität gut.
Verhandlungsangebot: Mengensteigerung auf 4.000 Stk., Vertragsverlängerung 24 Monate, Lieferintervall quartalsweise. Gesprächstermin nächste Woche.
▶ Text generieren
Ergebnis
Sehr geehrter Herr Yilmaz, vielen Dank für Ihr Angebot AG-2026-0445 über die Drehteile DT-Serie (3.200 Stk./Jahr, Rahmenvertrag 12 Monate). Ich habe mir die Kalkulation angesehen. Die Qualität Ihrer Teile ist sehr gut – das ist auch der Grund, warum wir seit 4 Jahren mit Ihnen zusammenarbeiten und das gerne fortsetzen möchten. Beim Preis sehe ich allerdings Gesprächsbedarf. Ihr Angebot liegt bei 4,20 € pro Stück. Unsere Zielkalkulation für dieses Projekt liegt bei 3,70 € – das ist der Preis, den wir für eine wirtschaftliche Fertigung unserer Baugruppe brauchen. Mein Vorschlag: Lassen Sie uns schauen, ob wir gemeinsam auf den Zielpreis kommen. Mögliche Hebel aus unserer Sicht: – Erhöhung der Jahresmenge von 3.200 auf 4.000 Stück – Verlängerung des Rahmenvertrags auf 24 Monate – Anpassung der Lieferintervalle von monatlich auf quartalsweise Wären Sie offen für ein kurzes Gespräch nächste Woche, um die Optionen durchzugehen? Ich bin Dienstag und Donnerstag ab 10 Uhr verfügbar. Mit freundlichen Grüßen Sabine Keller Einkauf +49 7121 3320-25
📋 Kopieren✏️ Bearbeiten↗ In Outlook öffnen

Das ist kein Mockup – so sieht Struktora wirklich aus.

Fünf Fehler, die diese E-Mail ruinieren

  1. 1

    Keinen konkreten Zielpreis nennen – nur „zu teuer“ sagen

    Der Lieferant bietet 3 % Nachlass an, Sie wollten 12 %. Ohne konkreten Zielpreis verhandeln Sie im Nebel und verschwenden Runden.

  2. 2

    Mit Wettbewerbsangeboten drohen, die es nicht gibt

    Wenn der Lieferant nachfragt und Sie keine konkreten Alternativangebote haben, ist Ihre Glaubwürdigkeit dahin. Und damit Ihre Verhandlungsposition.

  3. 3

    Nur nehmen wollen, nichts anbieten

    Eine Verhandlung, in der nur Sie etwas bekommen, ist keine Verhandlung – das ist eine Forderung. Bieten Sie Gegenleistungen an: Menge, Laufzeit, Zahlungsziel.

  4. 4

    Den Lieferanten unter Zeitdruck setzen ohne Grund

    Künstliche Fristen („bis Freitag brauche ich eine Antwort“) wirken unprofessionell, wenn es keinen echten Zeitdruck gibt. Der Lieferant merkt das.

  5. 5

    Qualität und Beziehung nicht würdigen

    Wenn Sie nur über Preis reden, signalisieren Sie: Mir ist egal, wer liefert, Hauptsache billig. Das demotiviert gute Lieferanten und schadet langfristigen Beziehungen.

Für welche Branchen?

Diese Vorlage funktioniert branchenübergreifend – hier vier konkrete Szenarien.

Maschinenbau

Gussteile – Jahrespreiserhöhung um 8 % ablehnen. Ihr Gusslieferant kündigt 8 % Preiserhöhung an (Energie + Rohstoff). Sie können maximal 4 % akzeptieren, weil Ihre Verkaufspreise nicht entsprechend steigen.

Die Vorlage formuliert eine Gegenposition: 4 % Akzeptanz bei gleichzeitiger Mengenzusage, Restdifferenz durch Wertanalyse gemeinsam reduzieren.

Branchenseite

Elektrotechnik

Leiterplatten – neuer Lieferant zu teuer, aber besser. Sie haben einen neuen Leiterplatten-Lieferanten getestet. Qualität und Lieferzeit sind besser als beim aktuellen, aber der Preis ist 20 % höher.

Die Vorlage würdigt die Qualität und bietet Volumen als Hebel – mit einem Stufenmodell: Startpreis X, nach 6 Monaten Überprüfung bei Erreichen der Jahresmenge.

Branchenseite

Logistik

Speditionsrahmenvertrag – Konditionen für nächstes Jahr. Der Speditionsrahmenvertrag wird verlängert. Die Spedition will 12 % mehr (Diesel, Maut, Fahrermangel). Sie brauchen einen Kompromiss, weil ein Wechsel 3 Monate Vorlauf braucht.

Die Vorlage schlägt einen Kompromiss vor: 6 % Erhöhung + Dieselpreisklausel für die Restdifferenz, Vertragsverlängerung auf 24 Monate als Gegenleistung.

Branchenseite

Anlagenbau

Komponentenlieferant – Projektrabatt für Großprojekt. Sie haben ein Anlagenprojekt mit umfangreicher Rohrleitungsmontage und brauchen Komponenten für 85.000 €. Beim aktuellen Listenpreis ist Ihre Marge zu dünn.

Die Vorlage argumentiert mit dem Gesamtvolumen, der Folgegeschäft-Perspektive und bietet Selbstabholung statt Lieferung als Kostenersparnis für den Lieferanten.

Branchenseite

Häufige Fragen zu dieser Vorlage

Soll ich per E-Mail oder per Telefon verhandeln?

Beides hat Vorteile. Die E-Mail dokumentiert Ihre Position sauber und gibt dem Lieferanten Zeit zum Rechnen. Das Telefonat klärt Nuancen schneller. Ideal: Erst Mail mit Ihrer Position, dann Telefonat zur Feinabstimmung.

Was wenn der Lieferant gar nicht verhandeln will?

Dann haben Sie drei Optionen: Akzeptieren, Alternative suchen, oder den Scope ändern (andere Menge, andere Spezifikation). Die Vorlage kann auch für die dritte Option formuliert werden.

Wie viel Nachlass ist realistisch?

Das hängt von der Branche und dem Produkt ab. Bei Standardteilen sind 5-15 % üblich, bei Sonderfertigungen weniger. Wichtiger als der Prozentsatz ist Ihre Begründung.

Soll ich meinen Zielpreis in der ersten Mail nennen?

Ja. Ein konkreter Zielpreis zeigt, dass Sie kalkuliert haben. Es spart beiden Seiten Verhandlungsrunden und signalisiert Professionalität.

Kann ich die Vorlage auch für Konditionsverhandlungen nutzen?

Ja. Neben dem Stückpreis können Sie auch Zahlungsziele, Lieferkonditionen oder Mindestmengen verhandeln. Die Vorlage passt sich an Ihre Eingaben an.

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